Die Bedeutung der Körpersprache
Der nonverbale Teil der Kommunikation, zeichnet sich im Gegensatz zur gesprochenen Sprache durch Gesten, Ausdruck oder andere nichtsprachliche Zeichen aus. Jedes reaktive Verhalten besitzt einen Mitteilungscharakter, um die Körpersprache zu interpretieren. Verbale und Nonverbale Kommunikation sind also zwei unterschiedliche Arten, etwas auszudrücken.
Die Wissenschaft, die sich mit der nichtsprachlichen Verständigung befasst, nennt man Kinesik. Paul Watzlawick kommt aufgrund der Tatsache, dass das Verhalten kein Gegenteil hat, man sich also nicht nicht verhalten kann zu folgender Aussage:
"Man kann nicht nicht kommunizieren!"
Die nonverbale Kommunikation existiert also unabhängig vor der verbalen Kommunikation. Damit man die Bedeutung von nonverbaler Kommunikation auch verstehen kann, muss man sich darüber klar werden, dass diese auf verschiedenen Ebenen abläuft. Der Informationsfluss muss quantifiziert werden und die Beziehung zur bewussten Wahrnehmung muss gesetzt sein. Die verschiedenen informationsaufnehmenden Rezeptoren haben eine unterschiedliche Art und auch eine voneinander unabhängige Sensibilität.
- Ob man "jemanden riechen kann", wird durch den Geruchssinn festgelegt.
- Der Tast-, Temperatur- und Schmerzsinn wird über die Rezeptoren der Haut übertragen.
- Die averbalen Elemente der sprachlichen Kommunikation übermitteln über die akustische Wahrnehmung, mitschwingende Informationen, die eine bestimmte emotionale Einstellung bewirken soll, wie die Stimmlage, Stimmfärbung und Tonhöhe.
- Informationen über die Gestik, die Mimik und die Körperhaltung liefert das Auge. Auch die Nähe, die Distanz und das Bewegungsmuster, werden über das Auge ausgewertet.
Aber nicht jede Bewegung eines Menschen ist zur nonverbalen Kommunikation zu zählen. Ausdrücke, wie das Verzerren des Gesichtes, durch das Blenden der Sonne oder starker Winddruck sind Zweckbewegungen, die nicht unter den Begriff nonverbale Kommunikation fallen.
Teilbewusste nonverbale Kommunikation
Das Lachen ist ein besonders gutes Beispiel. Besonders Frauen haben durch Ihre sozialbetonte Veranlagung das Lachen schon immer als "Waffe" eingesetzt. Das Lachen wird als Gegengewicht bei sozial Spannungen in der Gruppe, wie zum Beispiel der Familie, eingesetzt. Frauen in Führungspositionen können mit einem gekonnten Lächeln zum passenden Zeitpunkt Verhandlungssituationen besonders gut entspannen. Diese Fähigkeit ist genetisch veranlagt. Evolutionär geprägt durch den Umgang mit Sozialisationsprozessen bei der Erziehung und Versorgung der Gruppe, die von überlebenswichtiger Bedeutung, hat die Frau diese praktische Eigenschaft für sich gewonnen.
Bewusste nonverbale Kommunikation
Aus der Zeit in der die Sprache noch nicht entwickelt war, haben wir Menschen die Fähigkeit, aus den Gesichtern von anderen zu lesen. Durch Mimik lässt sich ein ganzen Buch über einen Menschen schreiben. Man hat schon versucht diese vielschichtige und facettenreiche Sprache in wissenschaftliche Kategorien zu systematisieren, aber diese Versuche sind leider gescheitert.
Das Benutzen von Gesten, Mimik und Körperstellungen ist Teil der gesellschaftlichen Sprache und gehört zur menschlichen Kultur. Diese Gesten können von Kultur zu Kultur unterschiedliche Bedeutungen haben. Winkt man zum Beispiel in Afrika oder Asien mit der Handfläche nach unten jemanden ab, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn man Besuch bekommt, denn diese Geste bedeutet in den eben genannten Kulturen Einladung. In Griechenland und Bulgarien bedeutet ein Kopfnicken Ablehnung.
Im bewussten Teil der Körpersprache, lassen sich verschiedene nonverbale Ausdrucksformen aber auch erlernen. Der selbstbewusste Händedruck eines Verkäufers, das Pokergesicht eines Kartenspielers und die unterstützende Gestik während man spricht sind alles Formen des Ausdrucks, die man bewusst tut.
Aber auch die Kleidung und was zum Aussehen noch so dazugehört, wie zum Beispiel Frisur, Parfüm, Kopfbedeckung, Tattoo, Piercing, Schuhe usw. gehören zu den Elementen der Körpersprache. Daher auch das Sprichwort "Kleider machen Leute" oder die Geschichte "Des Kaisers neue Kleider".
Auch, um einen neuen Partner zu finden und besser auf Leute zu wirken, sollten Sie sich näher über das Thema Körpersprache informieren und auch an Ihrer nonverbalen Kommunikationsfähigkeit arbeiten. Mittlerweile werden an Volkshochschulen zur Körpersprache Seminare angeboten.